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GROßES AREAL FÜR ­GROßE­ INNO­VATIO­NEN

Die Infrastruktur des Open Innovation Labs

Das Open Innovation Lab ist das Testareal der vernetzten Stadt Gelsenkirchen und dient für den Test digitaler Lösungen, die das Leben, Arbeiten und Forschen in Gelsenkirchen (und weit darüber hinaus!) in Zukunft noch einfacher machen. Basis dafür bildet eine Infrastruktur, die sich sehen lassen kann und beste Voraussetzungen für regionale Akteure bietet.

Ob es um Müllbeseitigung, Parkraum, Beleuchtung oder Großveranstaltungen geht – das OIL bildet eine Stadt auf kleiner Fläche als Reallabor ab. Damit aber nicht genug: Denn das Open Innovation Lab Gelsenkirchen bietet eine einmalige technische Infrastruktur für den Test neuer IT-Lösungen und IoT-Anwendungen.

Dazu gehört ein breitbandiges Glasfaser-Netzwerk als Basis, darauf aufbauend ein Netz für WLAN-Anwendungen mit dem neuen Standard WiFi 6, sowie verschiedene Funktechnologien wie 4.5G, 5G und LoRaWan. Ebenfalls verbaut wird eine umfangreiche Sensorik – beispielsweise für die Messung von Lärm, Klima und Grundwasser.

Auf dieser technischen Grundlage können smarte Anwendungen und Applikationen mit Innovationen und Mehrwerten für die Einwohnerinnen und Einwohner und Unternehmen der Stadt geschaffen werden.

Unser Areal

Auf dem rund 140 Hektar großen Areal zwischen A2, Kurt-Schumacher-Allee, Adenauerallee und Willy-Brandt-Allee bietet das Quartier des ARENA PARKs mit dem Open Innovation Lab ein in sich geschlossenes Testareal, in dem die Zukunft gestaltet wird.

Unsere Use Cases

Ideen zu neuen Innovationen werden im Open Innovation Lab Gelsenkirchen zu konkreten Anwendungsfällen, sogenannten Use Cases. Welche Projekte aktuell im OIL erprobt werden? Hier ein Überblick.

Baustellentracker

GPS-Sender geben Auskunft über Baustellen

Wann genau werden die Absperrungen einer Straßenbaustelle eingerichtet? Wo befinden sich die erste und die letzte Bake? Wann ist die Straße wieder frei? Ordnungsdiensten und Polizei stehen keine verlässlichen Informationen über die tatsächliche Baustellenlage zur Verfügung. Zwar werden Baustellen angemeldet, die Absperrungen werden in der Realität aber oftmals später eingerichtet oder früher abgebaut. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit keine Information über die tatsächliche aktuelle Situation. Ähnlich sieht es bei Unfallorten aus: Polizei, Rettungs- und Ortungsdienste müssen sich untereinander mündlich per Funk oder App verständigen, ihnen liegen keine Geodaten vor.

All das kann in Zukunft anders aussehen, denn im Open Innovation Lab Gelsenkirchen wird derzeit ein Baustellentracker getestet. Hierbei werden Absperrbaken mit GPS-Sendern ausgestattet. Sie werden beim Aufstellen aktiviert und beim Abbau ausgeschaltet.

Die Daten können tagesaktuell auf einem Dashboard dargestellt werden. So lassen sich aktuelle Baustellen nachvollziehen – und die Daten können zur Analyse der allgemeinen Verkehrssituation und -planung herangezogen und veröffentlicht werden.

Lärmmonitoring

Sensoren messen den Lärm ums Berger Feld

Lärm ist auf dem Berger Feld in Gelsenkirchen ein wichtiges Thema. Wie hoch ist die momentane Belastung durch ansässige Unternehmen oder durch umliegende Hauptverkehrsadern sowie durch Großveranstaltungen in der Veltins-ARENA? Eine genaue Antwort auf diese Frage gibt es derzeit noch nicht. Ein Indiz darüber, welche Schallpegel hier vorliegen, erhält man momentan nur durch Simulationsmodelle.

Im Open Innovation Lab wird daher ein Use Case getestet, der den Lärm um das Berger Feld genauer misst. Das passiert über Lärmsensoren, die im OIL installiert werden. Die erfassten Messwerte werden aufgezeichnet, vorverarbeitet und digital zur Verfügung gestellt. Mit den gesammelten kontinuierlichen Datenzeitreihen wird ein Gesamteindruck der Schallpegelausbreitung über das OIL gewonnen, und Lautstärke-Hot-Spots können identifiziert werden.

Auf Basis dieser Daten lassen sich außerdem Aussagen zu zukünftigen Lärmbelastungen treffen. Ebenfalls ist es denkbar, die erfassten Datenreihen für zukünftige Quartiers- oder Stadtraumentwicklungen heranzuziehen.

Glatteiswarnung

Sensoren führen nicht aufs Glatteis

Die herkömmlichen Glatteiswarnungen der Wetterdienste sowie die Glatteiswarnungen der Sensorik im PKW helfen nur eingeschränkt, wenn es darum geht, auf Straßenglätte zielgerichtet zu reagieren oder diese zum Beispiel durch den Einsatz von Streufahrzeugen zu vermeiden. Im OIL wird derzeit eine genauere Methode erprobt.

Dabei ist der Einsatz einer Glättemeldeanlage vorgesehen. Diese gleicht die winterdienstrelevanten Wetterdaten, welche die städtischen GELSENDIENSTE täglich per E-Mail und jederzeit über ein Portal erhalten, ab. Hier geht es vor allem um Informationen zu Straßenoberflächenzuständen, Oberflächentemperaturen, Niederschlagswahrscheinlichkeit, Schneewahrscheinlichkeit, Schneefallgrenze, Taupunkt, Lufttemperatur, Bewölkung, Windstärke und -richtung.

Die Glättemeldeanlage löst, wenn die Temperatur unter +3°C fällt, einen Einsatz aus. Für eine Wetterschau fährt dabei ein Einsatzleiter eine rund 65 Kilometer lange definierte Route durch das Stadtgebiet ab, dokumentiert Straßenzustand und Temperaturen und löst – wenn nötig – dann einen Streudienst aus.

Hinzu kommen Oberflächensensoren, die den tatsächlichen Zustand und die Temperatur melden und es dem Einsatzleiter ermöglichen, die nötigen Taustoffmengen genau zu bemessen. So kann dieser die optimale Menge und den richtigen Zeitpunkt für einen wiederholten Streueinsatz definieren.

Klimamessstationen

Engmaschiges Sensornetzwerk liefert zuverlässige Klimadaten

Es gab in Gelsenkirchen bislang keine flächendeckend gemessenen Klimadaten für einzelne Stadtteile oder kleinere Quartiere. Daher ist das lokale Klimabild nicht sehr aussagekräftig und beruht nur auf Berechnungen.

Im Open Innovation Lab wird genau das geändert. Hier wird ein engmaschiges Sensornetzwerk für Temperatur, Luftdruck, Wind, Niederschlag und Feuchtigkeit erprobt. Das Netzwerk setzt sich dabei aus Messstationen verschiedener Hersteller zusammen. Deren Datenqualität wird durch geeignete Referenzgeräte verifiziert.

Mit den erhobenen Klimadaten können kommunale Themen wie die Stadtplanung, Umweltfragen oder andere Use Cases angereichert werden. Denn Klimadaten sind wichtige langfristige Daten, die erhoben werden müssen, um eine fundierte Stadtplanung zu ermöglichen und sind darüber hinaus auch relevant für die kommunale Daseinsfürsorge. Mit ihnen lassen sich Einflüsse durch den aktuellen Klimawandel detektieren und analysieren.

Grundwassermessung

Datenlogger geben Aufschluss über Gelsenkirchener Grundwasser

Wie wird sich der Grundwasserspiegel in Gelsenkirchen in den kommenden Jahren entwickeln? Eine Frage, die vor dem Hintergrund des Klimawandels enorm wichtig ist. Im OIL erprobt die Stadt digitale Messverfahren, um diesen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Grundwasserversorgung besser nachvollziehen, veranschaulichen und nutzen zu können.

Dazu wurden zwei Grundwasserdatenlogger – prozessorgesteuerte Speichereinheiten, die Daten in einem bestimmten Rhythmus über eine Schnittstelle aufnehmen und auf einem Speichermedium ablegen – im OIL in circa drei Metern Tiefe verbaut. Diese sollen Daten zur Entwicklung des Grundwasserspiegels liefern. Gleichzeitig werden Daten zu Lufttemperatur, Niederschlagsmenge, Windgeschwindigkeit und -richtung erhoben und in Bezug zum Grundwasserspiegel gesetzt, um festzustellen, welchen Einfluss das Klima auf das Grundwasser hat.

Die Messdaten sollen zukünftig auf einer einheitlichen Internet of Things (IoT)-Plattform dargestellt und den Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern anschaulich und transparent online zugänglich gemacht werden.

Die vernetzte Stadt

Aktuelles

14. Oktober 2021

Intelligentes Parken

Pilotprojekt in Gelsenkirchen-Buer

Die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung in Gelsenkirchen langfristig zu reduzieren: Das ist das Ziel des Green City Plans. Um diesem Stück für Stück näher zu kommen, startet in den kommenden Monaten ein großes Pilotprojekt zum intelligenten Parken. Mithilfe eines Sensorennetzes soll der Verkehr, der beim Suchen eines Parkplatzes entsteht, reduziert werden – und damit auch die Schadstoffbelastung.

13. Oktober 2021

Knapp 11,7 Mio. Euro Fördermittel für Digitalisierung der Gelsenkirchener Schulen

Mit dem Geld wird das städtische Konzept für die weitere Digitalisierung des Unterrichts fortgesetzt

Die beachtliche Summe von rund 11,7 Millionen Euro in Form von Förderbescheiden konnte heute Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge in Münster aus den Händen von Regierungspräsidentin Dorothee Feller entgegennehmen. Die Förderung stammt aus dem DigitalPakt Schule.

11. Oktober 2021

Digitalisierung: Gelsenkirchen vorne mit dabei

Smart City Index 2021: Gelsenkirchen auf Platz 11 unter 81 deutschen Großstädten

Gelsenkirchen erreicht im aktuellen bundesweiten Smart-City-Ranking des Digitalverbandes Bitkom einen sehr guten 11. Platz. Damit verbessert sich die Vernetzte Stadt im Vergleich zum letzten Jahr um ganze 11 Plätze und verpasst nur knapp eine Top-10-Platzierung. NRW-weit liegt Gelsenkirchen sogar auf Rang 3. Erst im letzten Jahr ist die Stadt Gelsenkirchen ganze 23 Plätze weiter nach oben geklettert.

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